Seit laaaaangem wollen wir mal wieder einen Gruß aus dem Land der roten Erde zu euch senden. Ein dickes Dankeschön an alle fleißigen Leser, die unseren Blog noch nicht aus ihrer Liste gelöscht haben - trotz Berichtdurststrecke der letzten Wochen. Wie gehts euch in aller Welt? Ist der Sommer in Deutschland eingezogen? Seid ihr alle im Vor-EM-Fieber? Ich kenne jemanden, dessen Schlaf-Wach-Rhythmus sich ab Samstag dramatisch verkehren wird. Aber er ist nicht der Einzige hier und die Pubs dürften ihre Öffnungszeiten auch mal wieder anpassen, um allen Fußballhungrigen die Tore am frühen Morgen, also vor Sonnenaufgang, zu öffnen. Für mich ist das früh Aufstehen, sollte ich mich dem Eifer meines Mannes anschließen, weniger dramatisch, da ich ja nun ein paar Wochen vorlesungsfrei habe und mich nicht an die Uni bewegen muss. Apropos Uni: hier ein paar Ansichten von unserm "Studium auf dem Land" :-) Was will man auch erwarten von einem Campus, der 2 Fahrtstunden vor der Stadt am Rande der Blue Mountains liegt...

versteckt zwischen ein paar Bäumen unser Cottage auf dem Hügel am Ende der Welt in Kingswood. Wir werden im nächste Semester in ein "richtiges Haus" inmitten anderer Gebäude, also etwas zivilisationsnäher umziehen.

Ist das nicht eine traumhafte Aussicht. Die Nebengeräusche sämtlicher Farmtiere, v.a. Kühe, müsst ihr euch dazudenken.

Diese Straße verbindet einen Campus mit dem nächsten. Zu Fuß braucht man 30 Minuten, hügelig ist es und schattenlos. Willkommen, australische Weite!

Diese Ansicht von unserem Cottage auf dem Hügel am Ende der Welt verrät, dass zumindest eine Straße dran vorbeiführt und sich rechts auch andere, "normale" Unigebäude anschließen.
Die letzten 8 Wochen waren entsprechend vollgepackt mit Hausarbeiten, Präsentationen, usw. an der Uni. Ich muss sagen, das Tempo und Volumen, das hier erwartet wird, unterscheidet sich deutlich von meinem vorherigen Studium. In Köln habe ich wesentlich selbstbestimmter und langsamer studiert. Allerdings vermute ich, dass ich nach den 4 Semestern hier fast mehr gelernt haben werde, als in den 5 Jahren in Köln :-) Na gut, es ist schwer zu vergleichen.
Die letzten 8 Wochen waren entsprechend vollgepackt mit Hausarbeiten, Präsentationen, usw. an der Uni. Ich muss sagen, das Tempo und Volumen, das hier erwartet wird, unterscheidet sich deutlich von meinem vorherigen Studium. In Köln habe ich wesentlich selbstbestimmter und langsamer studiert. Allerdings vermute ich, dass ich nach den 4 Semestern hier fast mehr gelernt haben werde, als in den 5 Jahren in Köln :-) Na gut, es ist schwer zu vergleichen.

Unser Cottage mal von innen, zu viele Leute für zu wenig Raum...hm, ähnliche Bedingungen wie in Köln ;-)

Am letzten Unitag gabs dann eine Adhoc-Openair-Ausstellung rund um das Cottage. So fassen angehende Kunsttherapeuten das letzte Semester kreativ zusammen



Der Schatten meiner kanadischen Kommilitonin und Freundin ist auf der Hauswand verewigt. Im Vordergrund hat sich die australische Nationalpflanze, Wattle bush, ins Bild gedrängt.

Als Beweis, dass ich wirklich da war, mein Schatten in der Abendsonne neben dem Cottage.
Bislang bereue ich meine Entscheidung (für den Master hier, gegen die Promotion in Deutschland oder hier) nicht im geringsten. Alles ist sehr kompakt, konzentriert und praxisbezogen. Ich glaube, von diesen Vorteilen hatte ich schon im letzten Post berichtet.
Auch wenn man natürlich nicht alle neuen Informationen so schnell verdauen kann, wie man sie aufgesaugt hat, ich merke, wie ich mich immer besser in allen psychotherapeutischen Richtungen orientieren kann, wie ich auch sicherer weiß, welchen Ansätzen ich nahestehe. Für eine überzeugende Arbeit ist das extrem wichtig, finde ich. Und mit der Arbeit geht es ja in Form von einem 250 Stunden umfassenden Praktikum in wenigen Wochen los. Noch wissen wir alle nicht, wo wir hin vermittelt werden. Die Uni hat Mühe, für unseren großen Jahrgang genügend Praktikumsstellen aufzutun, die auch noch unseren Präferenzen entsprechen und uns nicht unbedingt durch ganz Sydney traveln lassen. Denn da kann man schonmal locker 2 Stunden unterwegs sein. Ich hoffe stark auf ein Praktikum im Kinderkrankenhaus, wovon es 2 im Raum Sydney gibt. Mal sehn, ob ich dort dann "nur" beobachte oder mitarbeiten kann. Ihr kennt mich ja, vom Sitzen und Nichtstun bekomme ich Ausschlag ;-)
Hier noch ein paar Schnappschüsse, die Basti im Ausprobieren seiner neuen Camera in letzter Zeit gesammelt hat.
Sodele, ansonsten hab ich aber endlich wieder mehr Zeit für meine Hobbies, begleite Basti zu seinen Volleyballspielen, die er sonntags austrägt und werde, wenn mein verstauchter Knöchel wieder ganz belastbar ist, auch wieder selbst mitspielen.
Ein paar Fotos vom letzten Turnier-Sonntag:
Außerdem kann ich nun öfter unsere kleine Freundin Jolina einladen, was immer ein riesen Spaß für unsere ganze WG ist. Interessanterweise sind v. a. die Männer extrem begeistert von der Kleinen und ihren Weltansichten. Ist aber auch zu niedlich! Post an die Prinzessin leiten wir gerne weiter ;-) Am Wochenende hatten wir sie für 2 kreative Tage zu Besuch und Basti konnte seine neue Camera testen. Nach diversen Matsch-Koch-Back-Aktionen von buntem Pizzateig und Knete, haben wir bei schönem Herbstwetter gestern einen Ausflug zur Oper und zum Rocks Market gemacht.
Als nächstes hole ich dann ein paar Ausstellungsbesuche nach und lese an den immer häufigeren Regentagen die Bücher, die nichts mit Kunsttherapie und Psychotherapie zu tun haben. Juhuuu! Da steht, danke an Nalini und Claudi, v.a. der Kiterunner auf meiner Liste.
Basti arbeitet derweile fleißig an seiner Promotion, kommt so hie und da ein Schrittchen weiter (ist viiiiel zu bescheiden was das angeht) und setzt sich ansonsten leidenschaftlich mit seinem neuen Spielzeug, namens Niko(n), auseinander.
Wir beide sagen tschüss für heute und würden uns freuen von euch zu hören/lesen! Was ist los in Deutschland?!




















1 comment:
dat Uschi aus Kölle
Hallo ihr Lieben,
habe mich lange nicht gemeldet und bin mal wieder begeistert über das was ich lese. Wir können richtig teilhaben an eurem Leben und erfahren wohl mehr, als wenn ihr hier in Köln wohnen würden.
Aber ob ich mir alles behalte??????
Sebastian hat ja die Trikotnr. 7. Ist meine Glückszahl, hoffe, sie bringt dir auch Glück.
Nun zum Wichtigsten:
DEUTSCHLAND DEUTSCHLAND DEUTSCHLAND
Booooooooaaaaahhhhh, ist das super!!! Sind WIR nun im Halbfinale. Meine NERVEN...........
Na ja, graue Haare bekomme ich sowieso.............
Habe von Papa Christian gehört, dass Sebastian sich die Spiele morgens anguckt. Sind da viele Deutsche um dich herum????? Würde mich mal interessieren.
Bei Silke und mir läuft es seinen gewohnten Gang.
Liebe Grüße
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