Es ist doch unglaublich! Schon wieder ist der August fast vorbei, die Website schläft und manche treue Leser schauen immer noch regelmäßig nach, was sich bei uns so tut. Jaaa, das können wir nämlich anhand unserer Weltkarte und der Besuche pro Land mitverfolgen: Toll, dass ihr ausharrt. Und naja, wir ihr erraten könnt, ist bei uns längst nicht tote Hose oder gar Langeweile und Urlaub angesagt, sondern wir stecken bis über beide Ohren in unserer Arbeit. Ich hatte ein paar Ideen für neue Kommentare auf dieser Seite, allerdings übermannt mich meistens am frühen bis mittleren Abend schon eine unausweichliche Müdigkeit, die sämtliche Nachtaktivitäten derzeit einschränkt - normalerweise zählt Homepage-aktualisieren zu diesen Aktivitäten. Ich nehme an, ich bin die langen Arbeitstage nicht mehr gewöhnt :-) Meine Tage im Krankenhaus sind allerdings mit 10-12 Stunden auch sehr lang und danach raucht mir für gewöhnlich der Kopf von all den Eindrücken. Seit kurzem leite ich meine Gruppen und auch Einzelarbeit komplett alleine, was mir ehrlich gesagt lieber ist, aber eben auch noch etwas mehr Aufmerksamkeit und Konzentration verlangt und dementsprechend anstrengend ist. Da aber zum Glück zur Zeit nicht alle Betten belegt sind, hält sich zumindest die Gruppengröße in meiner Optimalgrenze von max. 6 Patienten. Die Patienten sind zum großen Teil diejenigen, die ich im letzten Semester schon kennen gelernt hatte, d.h. leider leider sind sie immer noch oder schon wieder da und das spricht für die große Rückfallquote und Chronizität von Essstörungen. Alles macht aber unheimlich viel Spaß und 'dank' Personalmangel traut man mir scheinbar auch mehr zu als vorherigen Studenten, so dass ich das Gefühl habe, wirklich anerkannte Arbeit zur Behandlung beizusteuern.
Morgen werde ich mich erst mal von DOVE und der Butterflyfoundation (Australische Stiftung zur Unterstützung von Menschen, die an einer Essstörung leiden oder deren Angehörigen) zum Thema Body Image (zu Deutsch: Körperschema, wie ich kürzlich gelernt habe - aber welcher Name ist euch geläufiger?) weiterbilden lassen. Dove macht insgesamt einen ambitionierten Eindruck auf mich, denn mit ihrer Werbung sind sie recht progressiv und passioniert, das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen zu steigern, sowie die Machenschaften von Werbung und Massenmedien aufzudecken und damit einen Beitrag zur Aufklärung und zu positiverem BodyImage Denken zu leisten. Vielleicht kennt ihr diesen Clip:
Oder auch diesen:
Dove scheint sehr aktiv zu sein mit ihrem Self-esteem Fund und der Campaign for real beauty. Ich bin gespannt, wie sie positive Nachrichten über Body Image für Kinder und Jugendliche in ihrem Training vermitteln. Denn das Training erhalten Lehrer oder andere Berufsgruppen, die es dann als Workshop an Schulklassen weitergeben, um möglichst viele Kinder und Jugendliche in Australien zu erreichen, ein scheinbar bisher sehr erfolgreiches Schneeballsystem, das es auch in den USA und in Großbritannien gibt. Habt ihr davon auch in Deutschland schon gehört? Hätte ja nicht übel Lust, mir eine Kreativitäts-basierte Version dieses Präventionsprogramms auszudenken und damit durch die Lande zu ziehen (klar, damit seh ich dann auch was von Australien ansich :-).
Immerhin habe ich den Schwerpunkt meines Forschungsprojektes für die Uni nun auf das Thema Kunst und Body Image zugeschnitten und will mal sehen, wie Künstler sich in ihrer Arbeit damit auseinander gesetzt haben. Vielleicht finde ich im Eigenversuch ja auch noch ein paar hilfreiche Dinge heraus, denn andere, menschliche Versuchskandidaten darf ich leider nicht involvieren. Dafür bräuchte ich die Zustimmung eines Ethik-Kommitees und das dauert zu lange. Aber ich nehme an, ich werde auch so mehr als genug Material finden, das man auf die ein oder andere Weise auswerten kann. Wenn ihr Namen von Künstlern wisst, die in die Richtung arbeiten oder euch eine Ausstellung bekannt ist, die dazu passen könnte... ich bin für alle Tipps dankbar!
Soviel aus unerer Schaltzentrale in Sydney.
Was passiert in euerm Alltag? Ist der Sommer noch zu genießen?
Liebe Grüße,
A&B
Morgen werde ich mich erst mal von DOVE und der Butterflyfoundation (Australische Stiftung zur Unterstützung von Menschen, die an einer Essstörung leiden oder deren Angehörigen) zum Thema Body Image (zu Deutsch: Körperschema, wie ich kürzlich gelernt habe - aber welcher Name ist euch geläufiger?) weiterbilden lassen. Dove macht insgesamt einen ambitionierten Eindruck auf mich, denn mit ihrer Werbung sind sie recht progressiv und passioniert, das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen zu steigern, sowie die Machenschaften von Werbung und Massenmedien aufzudecken und damit einen Beitrag zur Aufklärung und zu positiverem BodyImage Denken zu leisten. Vielleicht kennt ihr diesen Clip:
Oder auch diesen:
Dove scheint sehr aktiv zu sein mit ihrem Self-esteem Fund und der Campaign for real beauty. Ich bin gespannt, wie sie positive Nachrichten über Body Image für Kinder und Jugendliche in ihrem Training vermitteln. Denn das Training erhalten Lehrer oder andere Berufsgruppen, die es dann als Workshop an Schulklassen weitergeben, um möglichst viele Kinder und Jugendliche in Australien zu erreichen, ein scheinbar bisher sehr erfolgreiches Schneeballsystem, das es auch in den USA und in Großbritannien gibt. Habt ihr davon auch in Deutschland schon gehört? Hätte ja nicht übel Lust, mir eine Kreativitäts-basierte Version dieses Präventionsprogramms auszudenken und damit durch die Lande zu ziehen (klar, damit seh ich dann auch was von Australien ansich :-).
Immerhin habe ich den Schwerpunkt meines Forschungsprojektes für die Uni nun auf das Thema Kunst und Body Image zugeschnitten und will mal sehen, wie Künstler sich in ihrer Arbeit damit auseinander gesetzt haben. Vielleicht finde ich im Eigenversuch ja auch noch ein paar hilfreiche Dinge heraus, denn andere, menschliche Versuchskandidaten darf ich leider nicht involvieren. Dafür bräuchte ich die Zustimmung eines Ethik-Kommitees und das dauert zu lange. Aber ich nehme an, ich werde auch so mehr als genug Material finden, das man auf die ein oder andere Weise auswerten kann. Wenn ihr Namen von Künstlern wisst, die in die Richtung arbeiten oder euch eine Ausstellung bekannt ist, die dazu passen könnte... ich bin für alle Tipps dankbar!
Soviel aus unerer Schaltzentrale in Sydney.
Was passiert in euerm Alltag? Ist der Sommer noch zu genießen?
Liebe Grüße,
A&B

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