Saturday, 3 October 2009

Kurzes Update

von unserm SamsTag der Deutschen Einheit in Australien. Es regnet und regnet und regnet sich ein und hat sich wieder mal reichlich plötzlich von Donnerstag bis heute um ca.15 Grad abgekühlt. Also haben wir die Flipflops und Sommersachen schnell wieder gegen lange Hosen und Schals eingetauscht, und sind ansonsten über die ständigen Wetter-zicken nicht sonderlich beunruhigt, schließlich ist es ein Arbeitswochenende wie so viele andere. Allerdings werden einige Aussis lange Gesichter ziehen, denn auch hier steht ein Feiertag (Bank Holiday am Montag) an und hat allen ein langes Wochenende versprochen. Statt Ausflug ins Grüne oder an den Strand oder gar in die Stadt zum Food-Festival oder Art & About Kunst-im-Freien-Festival dürfte es die Leute heute höchstens in eins der wenigen überdachten Schwimmbäder, ins Kino oder Shopping Center locken. Basti spielt ne Runde Hallen-Volleyball und ich fröne meinen Forschungsdaten, die ausgewertet werden wollen/sollen/müssen.

Hm, aber eine Gedenkminute an 1989 drängelt sich in meinen Kopf und ich frage mich wo wären wir wohl ohne die Wende gelandet? Sehr unwahrscheinlich, dass wir es bis Australien geschafft hätten, die Hälfte unserer Freunde bei Facebook aus aller Welt kämen und wir uns mit so viel englischer Sprachpraxis freiwillig umgeben hätten. Ob es Kunsttherapie in der DDR als Studiengang überhaupt gegeben hätte? Ob Basti vielleicht zum Studium nicht nach Köln, sondern nach St Petersburg gegangen wäre? ;-) Fragen über Fragen, alles zu hypothetisch, aber ganz amüsant in der Vorstellung. Ok, zurück ins Jahr 2009...

Ich freue mich auf meine letzte Woche Praktikum, die kommende Woche stattfinden wird. Zwar sage ich den Patienten und Kollegen ungern tschüss, aber wer weiß, ob ich nicht doch bald schon wieder dort auf der Matte stehe :-) Nach 7 intensiven Monaten des Beobachtens, Planens, Lesens, Lernens, Ausprobierens, Staunens sind mir die Arbeit mit den jungen Frauen und die Kontakte zu Kollegen, die Räumlichkeiten und kreativen Möglichkeiten des Krankenhauses doch sehr ans Herz gewachsen. Ich hoffe, noch weiter in dem Bereich Erfahrungen zu sammeln, vielleicht eine der großen Fachkonferenzen im nächsten Jahr (Österreich oder Neuseeland, tja, schwere Entscheidung :-) zu besuchen und meine Kontakte für den Berufseinstieg gut nutzen zu können.

Aber das ist Zukunftsmusik. Erst mal geht es noch 5 Wochen weiter im Uni-Takt. Den werde ich vermutlich sowieso schneller als gedacht vermissen - nach 7 Jahren Studiererei :-)

Seid herzlich gegrüßt von
noch-Studierane und auch immernoch-Studierasti

1 comment:

Anonymous said...

Hallo meine Lieben,

was ist los. Gibet nix Neues???

Danke für den Anruf am Geburtstag.
Werde demnächst die Bilder vom CSD und von der Wohnung mailen.
dat Uschi aus Kölle