Hallo treue Lesergemeinde.
herzlichen Dank für eure Einzugsgrüße, die uns per Email erreicht haben. Ane und Basti melden sich nun aus Pyrmont, Internet funktioniert wieder, wir können die letzten unausgepackten Kisten an einer Hand abzählen und freuen uns seit fast 4 Wochen an den eigenen 4 Wänden. Aber ich sollte diesen Bericht von vorne beginnen, von dort, wo der letzte aufhörte. So macht man das doch, gelle?! ;-)
Nach anfänglichen Sorgenfalten am frühen Samstag Morgen über die wolkenreiche Wetterlage (Wasserschutzfolie für Möbel ist Australiern reichlich unbekannt) war unser Studentenhaushalt fix eingepackt und schwupps rübergefahren nach Pyrmont. ...ok, ganz so schwuppsdiwuppsdi wars natürlich nicht - Kisten mit Kraaaam schon Wochen vorher gepackt und in kleinen Portionen nacheinander hin- und hergefahren. Ich muss zugeben, dass die Erinnerung vom letzten großen Aus-/Umzug aus Köln schon vergilbt war, sodass ich die Menge an Kraaam, die sich in fast 4 Jahren angesammelt hatte, leicht falsch eingeschätzt hatte. Aber wie schon bei früheren Familienumzügen - und bei Röbels gab es davon stets viele - ist ein Umzug bestens zum Ausmisten und Loslassen geeignet.
Nach anfänglichen Sorgenfalten am frühen Samstag Morgen über die wolkenreiche Wetterlage (Wasserschutzfolie für Möbel ist Australiern reichlich unbekannt) war unser Studentenhaushalt fix eingepackt und schwupps rübergefahren nach Pyrmont. ...ok, ganz so schwuppsdiwuppsdi wars natürlich nicht - Kisten mit Kraaaam schon Wochen vorher gepackt und in kleinen Portionen nacheinander hin- und hergefahren. Ich muss zugeben, dass die Erinnerung vom letzten großen Aus-/Umzug aus Köln schon vergilbt war, sodass ich die Menge an Kraaam, die sich in fast 4 Jahren angesammelt hatte, leicht falsch eingeschätzt hatte. Aber wie schon bei früheren Familienumzügen - und bei Röbels gab es davon stets viele - ist ein Umzug bestens zum Ausmisten und Loslassen geeignet.
Nach weiteren 2 Putzwochenenden in der alten Wohnung hieß es Tschüss-Sagen zur allseits beliebten Aussicht und zum Zoo gegenüber (das Gartencenter hatte nicht nur Zwerge im Angebot).


Dank Umzugshelfern waren restliche Möbel innerhalb weniger Stunden von A nach B gebracht und wie das so ist, haben immer noch nicht alle Teile ihren neuen Platz gefunden. Dafür fühlen wir uns aber doch schon heimisch, genießen die Ruhe (keine Flugzeugtrasse mehr über uns), die Nähe zum Hafen (für den einfach-mal-so-zwischendurch-Spaziergang-am-Wasser) und zur Stadt (Basti läuft die 3 km zu seiner Arbeit nun jeden Morgen und Abend) und das Flair des ehemaligen Industriestadtteils. Viele alte Fabrikgebäude wurden saniert und zu Wohnungen oder Büros umgebaut. So steht unser Haus auf dem Gelände einer früheren Zucker-Raffinerie. Plaketten und Schilder weisen auf die Geschichte der Industrien hin, die sich hier vor fast 200 Jahren ansässig machten: Mühlen, Sandsteinabbau, Wollspeicher, Fabriken, Werften, Schiffsbaustätten. Pyrmont gehört zum Darling Harbour, einem bekannten Entertainment-und Messe-Viertel mit einigen Museen, unzähligen Cafes, Bars und Restaurants, Schiffsanlegestellen, Kino, Theater, Geschäften, Messegelände, angrenzendem China-Town Stadtviertel und dem einzigen Casino im Bundesstaat New South Wales.
Blick von Pyrmont auf die City in 4-facher Ausführung:
Blick von Pyrmont auf die City in 4-facher Ausführung:
Zum Glück wurde bei aller Umgestaltung auch das Grün nicht vergessen und rund um die Küste von Pyrmont sind Parkanlagen entstanden. Für die etwa 13 000 Leute, die sich laut Statistik einen Quadratkilometer (der Stadtteil ist nicht viel größer) teilen, ist das Urlaub vor der Haustür - es sei denn man bleibt drinnen und genießt den hauseigenen Pool/Gym/Sauna/Tennisplätze; nichts wurde dem Zufall überlassen, als in den 1990er Jahren angefangen wurde das Gelände zu sanieren und umzugestalten. Das Angebot geht sogar noch weiter (so man interessiert und vermutlich über 60 Jahre alt ist) und umfasst regelmäßige Strick- und Tanzkurse, Seniorentennis, Kinderchor, etc.. Schon deshalb fühlt man sich weniger städtisch als vielmehr dörflich, trotz Hochhäusern.
Unser Gebäudekomplex ist nur einer von ca. 15 weiteren auf dem Gelände, alle sehr unterschiedlich im Baustil. Durch Pyrmont ziehen und mischen sich Straßen von ehemaligen Arbeiterreihenhäusern mit modernen Apartmentblocks und Gewerbehäusern - seltsamer, aber interessanter Mix. Viele bekannte Firmen haben hier ihren Hauptsitzt, wie Nokia, Vodafone, mehrere Fernseh- und Radiosender, Google. Auch praktisch ist, dass der Sydney Fish Market um die Ecke ist, so dass wir uns schon jetzt auf Barbecues mit fangfrischem Fisch im Sommer freuen.
Außerdem kommen wir in den Genuss der Autoflotte vom Car-Sharing, die in Pyrmont wesentlich mehr Autos zur Verfügung stellt als in Petersham zuvor. Damit gibt es nun noch weniger Ausreden, nicht auch das Umland von Sydney zu erkunden oder zum Beachvolleyball an einen Strand zu fahren.
Oh, ja und ein paar Innenaufnahmen gibt es auch
Herrlich grüne Aussichten, selbst im Winter.
Und übrigens: in Pyrmont wurde viel gelber Sandstein abgebaut, der in einigen historischen Gebäuden, wie dem Rathaus, der Art Gallery of NSW, dem Customs House oder so manchen Kathedralen verbaut wurde.
Und noch übrigenser: wer bei dem Namen Pyrmont schlagartig an Bad Pyrmont bei Hannover dachte, liegt in der Namensgebung überraschenderweise richtig. Angeblich nämlich fühlte sich eine Dame aus Europa im Jahr 1806 bei dem Anblick der natürlichen Schönheit der Halbinsel und der Wasserquelle, die es damals im Sandstein gegeben haben soll, an den Kurort in Norddeutschland erinnert. Der Name der Aborigines für das Land klingt auch etwas ähnlich: Pirrama.
Und noch übrigenser: wer bei dem Namen Pyrmont schlagartig an Bad Pyrmont bei Hannover dachte, liegt in der Namensgebung überraschenderweise richtig. Angeblich nämlich fühlte sich eine Dame aus Europa im Jahr 1806 bei dem Anblick der natürlichen Schönheit der Halbinsel und der Wasserquelle, die es damals im Sandstein gegeben haben soll, an den Kurort in Norddeutschland erinnert. Der Name der Aborigines für das Land klingt auch etwas ähnlich: Pirrama.
Frühstück auf der Werft mit einem Cappucino zum Drin-Baden (Handy hatte leider die Badehose vergessen). Die Einladung steht nach wie vor: kommt doch mal vorbei. Wir würden uns freuen, schließlich sind wir noch ne Weile hier ;-)
Wie immer grüßen wir gern stimmungsvoll mit Kaffee- und Sonnenuntergangs-Schnappschüssen. Genießt das Wochenende,
Cheers sagen Ane & Basti

























1 comment:
Hallo ihr beiden,
das freut mich aber zu hören und zu sehen, wie ihr euch in eurer neuen WQohnung eingelebt und vor allem auch richtig gemütlich gemacht habt. Gern würde ich das Angebot mit dem Besuch mal annehmen, denn Martin und ich werden wohl höchst wahrscheinlich über Silvester in Sydney sein. Wäre das passend?
Es grüßt euch ganz lieb aus Bangkok und noch halb aus Vietnam, eure Franzi.
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