... fing gestern morgen am Balmoral Beach in Sydneys Middle Harbour keinen Wurm. Vielmehr duerften alle Voeglein, dir ihr Heim einen ausladenden Baum an einem der einladendsten Straende in Mosman/Balmoral nennen koennen, gestern morgen einen Schock bekommen haben, als sie gegen 5 Uhr verschlafen aus ihren Nestern guckten und misstrauisch beobachteten, wie sich der sonst so leere Strand innerhalb einer halben Stunde mit halbverschlafen Zweibeinern jeden Alters fuellte. Sie alle wuselten umher auf der Suche nach einem Sitzplatz im weichen Sand, stolperten hier und da ueber einander, da ihre Sehkraft vor Sonnenaufgang erheblich beeintraechtigt ist. Sie brachten Picnicdecken jeden Formats, dazu Campingstuehle, Termoskannen und Kopfkissen. Manche brachten ihr gesamtes Fruehstueck. Es roch nach frischem Kaffee, ueberall gedaempftes Gemurmel und im Hintergrund das Rauschen der Wellen, die ebenfalls langsam aus ihrem Schlaf geweckt wurden. Mit jeder Minute wurde es heller, wurden es mehr Menschen. Zuletzt muessen es mehrere tausend gewesen sein, manche standen am Rand - mit den Fuessen im Wasser, um besser zu sehen, wofuer sie gekommen waren. Oder genauer gesagt: um besser zu hoeren. Denn um punkt 5.30 stellten sich ueber 100 in schwarz gekleidete Maenner und Frauen vor einer Felswand im Halbkreis auf, sie raeusperten sich verheissungsvoll und stimmten ein in Hildegard von Bingens "O virtus sapientiae". Danach besangen sie die Wellen, den Himmel, die Voegel und hiessen den neuen Tag mit ihrem Stimmen willkommen. Sie, das waren die Sydney Philharmonic Choirs. Mit jedem Lied ging die Sonne am Horizont ein Stueck mehr auf, faerbte den Himmel in tolle Farben und zauberte verzuecktes Laecheln auf die Gesichter der Zuhoerer im Sand, manche meditierten auch in Schlafposition zu der Musik.
Das Besondere dieses Ereignisses waren aber nicht nur die ungewoehnliche Zeit und der wunderbare Ort im Freien, sondern die vielen Nebenchoere: so sangen die Voegel ihre Lieder (vielleicht diskutierten sie auch den unerwarteten Aufmarsch in ihrem Revier), die Wellen rauschten mit aufkommendem Wind ihr eigenes Konzert und ueberhaupt erwachte die Welt dort in Balmoral in ruhigen Atemzuegen. Fuer uns war es ein toller Start in den Tag an einem noch nie zuvor entdeckten Strand, den wir wieder besuchen werden. Es wird noch 3 weitere Sonnenaufgangskonzerte in Sydney geben, an anderen Stellen. Mal sehn, ob wir uns noch einmal um 4 Uhr aus dem Bett pellen...
Hier noch ein paar fotografische Eindruecke. Zu unserer Verwunderung fing die Camera wesentlich mehr Licht ein, als wir mit blossem Auge wahrnehmen konnten. Es war also eigentlich dunkler, als es die Bilder vermuten lassen. Gegen 6.30 Uhr aber, als die Sonne wirklich ueber den Horizont blickte, war es endlich hell und viele Besucher nutzten den Morgen fuer ein Bad oder Picnic am Strand. Typisch Aussis!
Das Besondere dieses Ereignisses waren aber nicht nur die ungewoehnliche Zeit und der wunderbare Ort im Freien, sondern die vielen Nebenchoere: so sangen die Voegel ihre Lieder (vielleicht diskutierten sie auch den unerwarteten Aufmarsch in ihrem Revier), die Wellen rauschten mit aufkommendem Wind ihr eigenes Konzert und ueberhaupt erwachte die Welt dort in Balmoral in ruhigen Atemzuegen. Fuer uns war es ein toller Start in den Tag an einem noch nie zuvor entdeckten Strand, den wir wieder besuchen werden. Es wird noch 3 weitere Sonnenaufgangskonzerte in Sydney geben, an anderen Stellen. Mal sehn, ob wir uns noch einmal um 4 Uhr aus dem Bett pellen...
Hier noch ein paar fotografische Eindruecke. Zu unserer Verwunderung fing die Camera wesentlich mehr Licht ein, als wir mit blossem Auge wahrnehmen konnten. Es war also eigentlich dunkler, als es die Bilder vermuten lassen. Gegen 6.30 Uhr aber, als die Sonne wirklich ueber den Horizont blickte, war es endlich hell und viele Besucher nutzten den Morgen fuer ein Bad oder Picnic am Strand. Typisch Aussis!

1 comment:
sehr schön ge..beschrieben, man kann förmlich die Sänger hören. Grüßle Dad
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