... unglaublich, aber wahr. Schon ist wieder ein viertel Jahr vergangen und damit auch bereits die ersten fast 6 Wochen meines Semesters. Die Zeit rast, das kennt ihr sicher alle. Dabei hat schon wieder so viel Lernen stattgefunden, sowohl an der Uni bzw. in meinem Selbststudium als auch im Praktikum, wo ich mit eigenen Kunsttherapiegruppen begonnen habe. Hier ein kleiner Auszug aus dem Gedankensalat, der sich zur Zeit in meinem Kopf mehr oder weniger selbst zubereitet und für reichlich viel Nach-Denken, Um-Denken, An-Denken, Weg-Denken, Vor-Denken, Über-Denken, Aus-Denken und Ver-Renken sorgt:
Was ist soziale Epistemologie? Woher wissen wir was wir wissen? Was ist 'Wissen'? Was sind Quellen des 'Wissens'? Welche Quellen sind 'akzeptiert', welche nicht? Suchen wir nach 'Wahrheit'? Was ist 'Wahrheit'? Was macht die Kunst mitten drin? Und wer ist eigentlich dran mit Bad putzen? Wie funktioniert Forschung? Welche Forschungsmethoden gibt es in den Sozialwissenschaften, welche davon sind passend für die Kunsttherapie? Was will man und was kann man tatsächlich erforschen? Womit und wie kann man überhaupt 'Erfahrung' und 'Wissen' oder 'Wahrheit' messen? Was gibts nochmal heute zu essen? Muss ich etwa schon wieder einkaufen? Wer bin ich? Was ist meine 'Kultur'? Was denke ich über Konzepte von Multikulturalität in Australien oder anderswo auf der Welt? Wie behaupte ich mich in mitten von anderen 'Fachleuten'? Wann mache ich nächsten Sommer? Welches sind ethisch schwierige Fälle sowohl in der Therapie als auch in der Forschung von Kunsttherapie? Und was sagen Feminismustheorien über das alles aus? Wann war nochmal Abgabefrist für das Paper/ die Zusammenfassung/ den Online-Beitrag/ die Workshopvorbereitung/ die Fallstudie? Wie 'weiß' bin ich? Welche Annahmen nehme ich für selbstverständlich und unhinterfragt an im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen? Gibt es dominante Kulturen und Umgangsformen, wenn ja, teile ich sie oder kritisiere ich sie? Wann ist mein nächstes freies Wochenende? Was sagt John Dewey zu alledem? Wie sieht die organisatorische Struktur der Einrichtung aus, in der ich Praktikum mache? Welche Rolle habe ich im Team, welche möchte ich haben und welche wird mir zugeteilt? Welche Behandlung wird angeboten und wie passt Kunsttherapie da hinein? Welcher Ansatz erscheint passend, was sind die besonderen Bedürfnisse der Menschen mit Essstörungen? Warum sind es fast nur Frauen? Feminismustheorien befragen? Warum sind sie so jung? Was wollen sie erreichen und wie kann ich ihnen dabei helfen? Welche Forschungsfrage interessiert mich in dem Bereich? Wie gehe ich diese an, wo stoße ich auf Schwierigkeiten, wie kann ich diese meistern und was soll das alles überhaupt? Wofür brauche ich das? Muss ich auf alles Antworten haben? Wie lange darf ich noch fragen? Krieg ich gute Noten für gute Fragen? Was sind 'gute', was 'nicht-gute' Fragen? Und warum schmeckt Erdnussbutter mit Butter drunter besser als ohne?
Das alles, und noch viel mehr, würd ich lieber in Ruhe studieren, als es momentan im Eilverfahren in mich hinein zu pauken. Aber jetzt wisst ihr wenigstens ein bischen worum sich meine Tage und die schnell verfliegenden Wochen drehen.
Bei Basti dagegen drehen sich weiter die Spiralen und er arbeitet seine sich ständig von alleine erweiternde To-Do-Liste mit viel Elan ab. Glücklicherweise haben sich manche langwierige Probleme mitlerweile lösen lassen. In all zu ferner Zukunft muss er aber auch einen Schlusspunkt setzen und seine Erforschungen schwarz auf weiß aufschreiben, denn wie noch nicht oft genug gesagt, die Zeit rast davon. Willkommen, Alltag der nächsten Monate, oder gar Jahre/Jahrzehnte?
Euch allen einen schönen Frühling, wir haben die Sonne losgeschickt. Am Sonntag stellen auch wir die Uhr auf kürzere Tage um. Dann sind wir wieder bei 8 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland.
Viele Grüße für heute von
Gedankensalatane
PS: Übrigens einer meiner Lieblingssätze aus Kindermund: "Vitamine, das sind die kleinen grünen Tierchen, die im Salat rumkrabbeln."
Was ist soziale Epistemologie? Woher wissen wir was wir wissen? Was ist 'Wissen'? Was sind Quellen des 'Wissens'? Welche Quellen sind 'akzeptiert', welche nicht? Suchen wir nach 'Wahrheit'? Was ist 'Wahrheit'? Was macht die Kunst mitten drin? Und wer ist eigentlich dran mit Bad putzen? Wie funktioniert Forschung? Welche Forschungsmethoden gibt es in den Sozialwissenschaften, welche davon sind passend für die Kunsttherapie? Was will man und was kann man tatsächlich erforschen? Womit und wie kann man überhaupt 'Erfahrung' und 'Wissen' oder 'Wahrheit' messen? Was gibts nochmal heute zu essen? Muss ich etwa schon wieder einkaufen? Wer bin ich? Was ist meine 'Kultur'? Was denke ich über Konzepte von Multikulturalität in Australien oder anderswo auf der Welt? Wie behaupte ich mich in mitten von anderen 'Fachleuten'? Wann mache ich nächsten Sommer? Welches sind ethisch schwierige Fälle sowohl in der Therapie als auch in der Forschung von Kunsttherapie? Und was sagen Feminismustheorien über das alles aus? Wann war nochmal Abgabefrist für das Paper/ die Zusammenfassung/ den Online-Beitrag/ die Workshopvorbereitung/ die Fallstudie? Wie 'weiß' bin ich? Welche Annahmen nehme ich für selbstverständlich und unhinterfragt an im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen? Gibt es dominante Kulturen und Umgangsformen, wenn ja, teile ich sie oder kritisiere ich sie? Wann ist mein nächstes freies Wochenende? Was sagt John Dewey zu alledem? Wie sieht die organisatorische Struktur der Einrichtung aus, in der ich Praktikum mache? Welche Rolle habe ich im Team, welche möchte ich haben und welche wird mir zugeteilt? Welche Behandlung wird angeboten und wie passt Kunsttherapie da hinein? Welcher Ansatz erscheint passend, was sind die besonderen Bedürfnisse der Menschen mit Essstörungen? Warum sind es fast nur Frauen? Feminismustheorien befragen? Warum sind sie so jung? Was wollen sie erreichen und wie kann ich ihnen dabei helfen? Welche Forschungsfrage interessiert mich in dem Bereich? Wie gehe ich diese an, wo stoße ich auf Schwierigkeiten, wie kann ich diese meistern und was soll das alles überhaupt? Wofür brauche ich das? Muss ich auf alles Antworten haben? Wie lange darf ich noch fragen? Krieg ich gute Noten für gute Fragen? Was sind 'gute', was 'nicht-gute' Fragen? Und warum schmeckt Erdnussbutter mit Butter drunter besser als ohne?
Das alles, und noch viel mehr, würd ich lieber in Ruhe studieren, als es momentan im Eilverfahren in mich hinein zu pauken. Aber jetzt wisst ihr wenigstens ein bischen worum sich meine Tage und die schnell verfliegenden Wochen drehen.
Bei Basti dagegen drehen sich weiter die Spiralen und er arbeitet seine sich ständig von alleine erweiternde To-Do-Liste mit viel Elan ab. Glücklicherweise haben sich manche langwierige Probleme mitlerweile lösen lassen. In all zu ferner Zukunft muss er aber auch einen Schlusspunkt setzen und seine Erforschungen schwarz auf weiß aufschreiben, denn wie noch nicht oft genug gesagt, die Zeit rast davon. Willkommen, Alltag der nächsten Monate, oder gar Jahre/Jahrzehnte?
Euch allen einen schönen Frühling, wir haben die Sonne losgeschickt. Am Sonntag stellen auch wir die Uhr auf kürzere Tage um. Dann sind wir wieder bei 8 Stunden Zeitverschiebung nach Deutschland.
Viele Grüße für heute von
Gedankensalatane
PS: Übrigens einer meiner Lieblingssätze aus Kindermund: "Vitamine, das sind die kleinen grünen Tierchen, die im Salat rumkrabbeln."

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