Wednesday, 16 May 2012

Macau

Nachdem ich die zweite Wochenhaelfte meines Asien-Trips auf Hong Kong Island und dort zumeist im IMC Office verbracht habe, ging es dann am Samstag mit drei meiner Kollegen noch auf einen kleinen Kurz-Ausflug nach Macau. 


Land verlassen (Hong Kong in dem Fall), Stempel in den Pass, eine Stunde Faehre fahren, noch'n Stempel ... und - siehe da - schon ist man in einer anderen ehemaligen Kolonial-"Ecke" Chinas. Genau wie Hong Kong wurde Macau Ende der 90er an China zurueckgegeben, in dem Fall aber von den Portugiesen und nicht von den Briten. Beide Stadtstaaten konnten aber Teile ihrer Autonomie behalten, so dass sie bis heute von ihren besonderen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen profitieren koennen. Dabei haben sie sich doch recht unterschiedliche Nischen ausgesucht: Waehrend sich Hong Kong weiter zu einem globalen wirtschaftlichen "Powerhouse" entwickelt, versucht Macau im wahrsten Sinne des Wortes als asiatisches Mini-Las Vegas "sein Glueck". Das endet dann, wie auf dem Bild unten zu sehen, in einem verrueckten Mix aus Historie und Moderne (vor allem wenn man auf den interessanten Turm in der linken Bildhaelfte achtet).


Wir haben uns trotz verlockender Glitzerwelt zunaechst einmal eine Weile im historischen Teil der Stadt aufgehalten, der mit seinen portugiesischen Beschilderungen und europaeischen Baustil zum teil sehr vertraut wirkt. Allerdings holen einen dann unzaehlige chinesische Schriftzeichen und Touristen aus dem Reich der Mitte schnell wieder in die Realitaet zurueck. Highlight der kurzen Tour war natuerlich die Verkostung der traditionellen portugiesischen Custard Tarts (grob uebersetzt Puddingteilchen), die noch um einiges besser geschmeckt haben als im heimischen Sydney.



 


Bevor wir uns dann auch schon wieder auf den Weg zurueck nach Hong Kong machen mussten, wo noch am gleichen Abend der Flieger nach Sydney auf mich wartete, ging es davor noch in zwei der lokalen Casinos, wo zwei meiner Begleiter auch beim Black Jack ihr Glueck suchten (und in dem Fall sogar gefunden haben). Unter Einsatz aller mir zur Verfuegung stehender Tricks ist es mir sogar gelungen, eine Innenaufnahme von einem der Glitzerpalaeste zu machem - obwohl mir die hauseigenen Aufpasser innerhalb weniger Sekunden erwartungsgemaess klar machten, dass dies nicht sonderlich erwuenscht sei. Naja, wenigstens kann ich euch einen halb-wackeligen Schnappschuss praesentieren.



Nun bin ich wieder in unseren eigenen vier Waenden und geniesse die gemeinsame Zeit mit der Ane. Am Wochenende steht dann DER grosse Lauf an, auf den ich mit ca. 18 meiner Kollegen seit Januar hintrainiert habe: der Sydney Morning Herald Half Marathon. Wie der Name schon verraet, liegen gut 21km vor uns. Leider koennte die Startzeit mit 6.45 morgens nicht unguenstiger gewaehlt sein, da sich um die Zeit gerade das Champions League Finale zwischen Bayern und Chelsea dem Ende zuneigt. Ich werde mein Bestes versuchen, ohne jegliche Information von aussen durch das Rennen und anschliessend zurueck nach Hause zu kommen, um mir dort die Aufnahme zeitversetzt und doch "live" anzuschauen. Was das Rennen angeht, werde ich wohl nicht ganz an meine Bestzeit herankommen, da ich doch wie die meisten meine Mitstreiter mit einigen Verletzungen bzw. Krankheiten zu kaempfen hatte. Aber wie ich mich kenne, werde ich mich nur schwer zurueckhalten koennen und ein bisschen aufs Tempo druecken. Was am Ende rauskommt verraten wir dann beim naechsten Mal ...

Gruesse in die Ferne,

Basti

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