Monday, 2 February 2009

Wochenrueckblick

Wieder ist eine Woche verflogen - Für Basti mit vielen langen Stunden an der Uni und einigen spannenden Stunden beim Sport. Naja, wie ihr sicher wisst und mitverfolgt, sind gerade die Australian Open im Tennis zu Ende gegangen. Das lieferte Basti und seinen Leuten höchsten Genuss und Unterhaltungsstoff, während der weibliche Anhang und ich die Zeit für ausführlichen Austausch über gaaaanz andere Dinge nutzen konnten :-) Wir stellen und diskutieren hier nicht die Geschlechterfrage, aber ich bin wieder mal Zeuge meiner eigenen Unwissenheit im Gebiet des Sports geworden... Herzlichen Glückwunsch dennoch an den nervenstarken Gewinner Rafael Nadal und ein paar tröstende Gedanken an den Publikumsliebling Roger Federer.

So gerne Basti auch einmal live auf der Tribüne in Melbourne sitzen möchte, für dieses Jahr sind wir froh, dass uns die Hitzewelle von dort unten noch nicht heimgesucht hat. Das Thermometer in Victoria und South Australia kletterte teilweise auf über 45 Grad. Das ist nicht leicht zu verkraften. Insbesondere, wenn man 4 - 5 Stunden Tennis spielt. Da half auch die "Abkühlung" am abend auf 30 Grad nicht sehr viel.

Hier in Sydney sind ebenfalls heiße, schwüle und sonnige Tage dran. Mit Paps, der letzte Woche geschäftlich in der Stadt war, konnten wir einige Sonnenstunden schön im Freien verbringen. So sind gab es am Freitag das von Montag nachgeholte BBQ. Leider war es wieder mal zu windig/stürmisch, um gemütlich auf dem Balkon zu sitzen. Er wird also leider immer noch nicht optimal genutzt, denn weder Sonnen- noch Windschutz sind verlässlich oder gar vorhanden. Die Verhandlungen darüber laufen noch mit der Vermietungsagentur. Immerhin haben wir mit Freude beobachtet, wie wildfremde Leute (Handwerker) unseren Balkon von dem seit 4 Monaten vor sich hin rottenden Schutthaufen befreit und bei der Gelegenheit gleich eine Generalüberholung vorgenommen haben. So wurde unser Außengelände noch behandelt: gewaschen, geschrubbt, versiegelt, gestrichen. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Hoffen wir, dass diese Maßnahme zum "einmal in 2 Jahren"-Standard gehört und nicht Vorbote eines eventuell anstehenden Verkaufs der Wohnung darstellt. Auf Umzug haben wir nämlich einhellig diesen Winter (August) keine Lust. Diesbezüglich muss man in Sydney immer ein bischen bangen. Aber wir sind guter Dinge, dass wir nächstes Weihnachten noch in trauter Viersamkeit an Ort und Stelle erleben werden.

Aber zurück zum Wochenrückblick: den Samstag haben Basti, Paps und ich für einen Ausflug nach Norden genutzt. Immer an der Küste entlang von Strand zu Strand gehangelt, dabei viele schöne, eher unbezahlbare und unerreichbare Stadtteile bestaunt, Mango-Smoothie geschlürft, den Rettungsschwimmern beim Training zugesehen, die Wellen und Wassertemperatur am Avalon Beach getestet und Kite-Surfern in Palm Beach - am nördlichsten Ende Sydneys auf einer Halbinsel - zugesehen. Sehr beeindruckend und bildlich festgehalten von Basti.



















Am abend wurde die Hotel-eigene Cocktailbar im sechsunddreißigsten Stock getestet und zum Abschluss eine Reihe leckerster Antipasti gegenüber der Oper verspeist. Man kann sagen wir habens uns gut gehen lassen. Danke Paps, Danke Dwight ;-)



Nunja, der Sonntag verführte nicht weniger zu einem Ausflug an den Strand und so kutschierte Basti die M&Ms und mich nach Vaucluse, einem pitoresken Stadtteil am Hafen und zu einem höchste versteckten kleinen Strand, dem Milk Beach. Er liegt in einem großen Park mit vielen schattigen Ecken und Wiesen (an normalen Stränden fast nie zu finden) und ist Teil des Hermitage Foreshore Walks, einem Wanderweg von Rose Bay nach Watsons Bay, den ich vor 2 Wochen gelaufen bin. Das Strickland House auf dem Grundstück des Parks ist wunderschön, aber so gut wie nicht genutzt! Was für eine Verschwendung, findet ihr nicht.?






Von allen Seiten betrachtet würde diese Villa eine ungemein lukrative Stätte für Künstlerateliers oder kreative Räumlichkeiten mit Programm für die Öffentlichkeit bieten. Bis 1989 war das Strickland House als Sanatorium/Krankenhaus in Betrieb, seither ist es nur noch einmal im Jahr für die Öffentlichkeit zur Besichtigung offen und wird ansonsten als Filmstätte für Film und Fernsehen angeboten, um die laufenden Kosten zu decken. In jedem Fall ist der Ausblick unbezahlbar und die Bucht ein echter Geheimtipp. Wie wäre es mit einem Picnic?:











Den kulturellen Höhepunkt des Tages haben wir am Abend in der Stadt aufgesucht, zusammen mit 1 Million anderer Sydneysider. Nunja, die Zahl ist geschätzt, aber bringt zum Ausdruck, dass die Chinesische Neujahrsparade gestern Abend nach Einbruch der Dunkelheit erwartungsgemäß viele Menschen angezogen hat. Begeistert hat sie uns jedoch nicht sehr. Zwar gab es viele Artisten und Gruppen in farbenfrohen Kostümen, den ein oder anderen Fackelwerfer und diverse elegante Tänzerinnen. Aber insgesamt fehlte das asiatische Flair doch erheblich. Viele Teilnehmer waren Nicht-Asiaten und nur wenig Musik begleitete den Umzug, der sehr zerbröckelt an uns vorbei kam. So entschieden wir uns für eine verfrühte Abreise und waren pünktlich zu hause, um das Abschlussfeuerwerk im Darling Harbour zu erleben. Wunderbar, diese Feuerwerke hier, ganz ehrlich. Und in gemütlicher Runde mit leckerem Eis, Füße hochgelegt, in der ersten Reihen sitzend gefällt mir jedes Feuerwerk noch besser. Danke für die Verköstigung, Tanja! Leider gibt es davon kein Foto. Wir haben den Moment ganz egoistisch genossen. Aber wir wissen jetzt: es ist das Jahr des Ochsen/Büffels eingeläutet worden:



Wer unter dem Zeichen des Ochsen geboren wird gilt als besonders stark, robust, fleißig, ausdauernd, verlässlich, systematisch und organisiert, kann leicht zum Workaholic werden und unter Umständen auf Grund seines Temperaments nicht nur Freunde gewinnen. Derzeit berühmtester Vertreter dürfte der neue amerikanischen Präsident Obama sein.

Nun stehen wir bereits wieder mit einem Fuß in der nächsten Woche und können die Kalender umblättern. Kinder, wie die Zeit rennt! Nach meinem Einführungskurs in Aquarell-Malen, den ich letzte Woche von meiner Freundin und Kommilitonin Gabriel bekommen habe, werde ich die Tage hoffentlich mal zu weiteren Übungen kommen, bevor nächste Woche eine andere Freundin und Kommilitonin aus Kanada zurück kommen und vorübergehend bei uns einziehen wird.

Wir wünschen euch eine Woche nach eurem Geschmack
und schicken sonnige Grüße aus Down-Under in alle Welt.

Cheers,
Ane & Basti



1 comment:

Anonymous said...

Euch geht es aber gut! ..und Kompliment an Basti, Du hast wirklich tolle Bilder gemacht, super.

..und eine tolle clustrmap habt Ihr!
LG Rose