Monday, 28 February 2011

Amsterdam und Ausflug nach Koeln

Die erste Woche in Chicago ist wie im Fluge vergangen und liess wie immer wenig Zeit fuer bloggen und dergleichen. Allerdings war das Trainingspensum an den 4 Tagen zum Glueck recht human, so dass die work-life-balance nicht unnoetig aus dem Gleichgewicht geraten ist :) Fuer morgen steht dann ein Test auf dem Programm (ueber den Stoff der letzten Woche), aber hoffen wir mal dass ich das hinkriegen werde - nach ein paar Stunden lernen heute, versteht sich. Und ich dachte, das mit den exams waere nach der Uni endlich vorbei gewesen ...

Wie auch immer, heute will ich endlich noch den Bericht ueber meine Zeit in Amsterdam nachreichen, den ich letzte Woche so flott versprochen hatte. Am Montag ging es erst einmal direkt los mit einer Ueberraschung. Nach unserer Ankunft im Office wurden wir (statt wie angekuendigt direkt mit uns ins Training einzusteigen) lediglich kurz darueber informiert, dass wir fuer den naechsten Tag eine Praesentation ueber uns und die Geschichte unserer neuen Firma vorzubereiten haetten. Der kurzzeitigen Verwirrung folgte ein schoener Tag an der frischen Luft, wobei wir uns anhand von kryptischen Hinweisen in grossen weissen Umschlaegen von Zaanse Schans (einem Freiluftmuseum, dass vor allem durch seine Vielzahl von Windmuehlen besticht) zurueck nach Amsterdam kaempfen mussten. "Hilfreich" waren dabei Tandems und ein Fahrrad, wobei die Organisatoren (zu unserem Leidwesen) sicherlich nicht mit dem starken Gegenwind gerechnet hatten, der uns begleitete.


Studieren des ersten Hinweises, nachdem wir in der Fremde ausgesetzt wurden.


Don Quijote ist sicher nicht weit ...


Der naechste Hinweis: Auf nach ...


Leider wussten wir nicht, dass 30km Gegenwind auf diesem ...


... landestypischen Gefaehrt vor uns lagen.

Wir waren dann auch 30 Minuten zu spaet zum Mittagessen, dass am Amsterdamer Nieuwmarkt fuer uns bestellt war, und folgerichtig blieb nicht viel Zeit zum Verschnaufen vor unserer letzten Station an der Amsterdamer Boerse. Zwar gibt es kein Geschrei mehr auf dem Parkett, aber ein paar kleinere Firmen haben im ehemaligen Boersensaal ihr "Buero" eingerichtet, so dass dieser historische Ort (im uebertragenen Sinne, denn Amsterdam hat die aelteste Boerse der Welt) weiterhin belebt ist.


Lunch im "Cafe In de Waag" auf dem Nieuwmarkt


Amsterdamer Boerse

Ein schoener Tag zur Einstimmung und hervorragend geeignet zum Kennenlernen der anderen Trainees: zwei weitere aus Sydney, zwei aus Hongkong, ein Englaender der fuer das Amsterdam Office arbeiten wird und einer aus Chicago. Bunt gemischt, wie ihr sehen koennt, und eine gute Gruppengroesse um effektiv was zu lernen. Im weiteren Verlauf der zwei Wochen wurden immer wieder kleinere Aktivitaeten fuer uns organisiert (Stadtfuehrung, Kartfahren, Food+Drinks nach der Arbeit etc.), wodurch wir viele unserer zukuenftigen "Kollegen" kennenlernen konnten. Bisher koennen wir wirklich nicht sagen, dass man sich nicht gut um uns kuemmern wuerde :)


Lustige Stehlampen haben die Hollaender - hier in unserem Buerogebaeude

Zwischendurch hab ich den freien Sonntag zu einem kleinen Ausflug nach Koeln genutzt. War alles sehr kurzfristig und ich konnte gar nicht allen Bescheid geben, aber mit jeweils 3 Stunden Zugfahrt blieb soweiso nicht soviel Zeit. Zum Glueck haben Thessa, Jana und Jan sowie Ben, Sonja und Philip ihre Sonntagsplaene fuer mich umgeschmissen, so dass ich sie alle in Siegburg besuchen konnte. Frau Thessa und ich kannten uns ja schon seit letzten Dezember (bin mir nicht sicher, ob sie sich an mich erinnert hat ;) ) und Herrn Ben konnte ich nun auch endlich mal kennenlernen. Ben hat mich auch innerhalb kuerzester Zeit fuer wuerdig befunden, seine Spielsachen mit ihm zu begutachten. Danke dafuer - der Dank gilt natuerlich euch allen 6en!


Alle gut drauf ...


... und auch hier! (Nur Ben musste seinen Schoenheitsschlaf machen)

Die Jungstruppe hat dann den Nachmittag zu einem Ausflug zum perfekt angesetzten Spiel des FC genutzt, und mit einem souveraenen 4-2 gegen Mainz haette mein Comeback im Koelner Stadion auch nicht besser ausfallen koennen. Schoen war's!!


Farblich gar nicht so unpassend - me and my stadium!


Hach - wie schoen ...


Hennes der ... VIII.?


Danke Poldi und Nova fuer die 4 Tore.

Also, lange Rede - kurzer Sinn. Es waren zwei sehr schoene Wochen und im Moment sieht es nicht danach aus, dass die Qualitaet des Trainingsprogramms irgendwie nachlassen wuerde. Mittlerweile habe ich auch eine etwas bessere Vorstellung davon, was mich in meinem Job erwarten wird. Allerdings ist das noch nicht hundertprozentig sicher, da wir nach unserer Rueckkehr nach Sydney noch in zwei verschiedene Bereiche aufgeteilt werden, wobei einer der beiden nur bedingt Teil des Trainings ist. Es bleibt also spannend.

Ok, soviel fuer heute aus meinem kleinen Reise-Trainings-Universum - werde mich jetzt mal zum naechstgelegenen Supermarkt begeben und meinen Wocheneinkauf taetigen. Eines noch: was wirklich nervig ist hier in den USA, ist die Tatsache dass alle Produkte und Leistungen pre-tax angebeben werden. Das heisst dann meistens, dass einem erst beim bezahlen auffaellt, wie teuer "das Schnaeppchen" wirklich ist.

Liebe Gruesse in die Ferne vom Basti

1 comment:

Anonymous said...

Muss ich halt noch mal schreiben, wenn ich zu blöde bin es richtig abzuschicken:
Hallo du Schlawiner,

du warst in Kölle im Stadion und ich habe an dem Tag ALS KÖLN GEGEN MAINZ GEWANN im Clarenbachwerk gearbeitet. Ist direkt ume Ecke vom Stadion.
Aber es ist dir verziehen. Du hast ja nie Zeit.
Die Sachen zum Kennenlernen finde ich toll.

Ich muss euch zwei loben, wieder schöne Bilder und Berichte.
Bei uns gibbet nix Neues. Karneval habe ich gearbeitet. Hatte auch nicht vorgehabt weg zu gehen. So hatte ich auch keinen dicken Kopf, wie so manch einer - hihiih
Langsam aber sicher kommt der Frühling. Gottseidank
Liebe Grüße an euch von
dat Uschi und dat Silke