Wie das im Allgemeinen so ist, ueberlegt man sich jedes Jahr, was man denn am 4. Advent so tun moechte. Gemuetlich zu Hause sitzen, da das Wetter eh nicht so toll ist, wird wohl haeufig die Loesung sein. Nun ja, das stimmt soweit - aber nur fuer die noerdlichen Breitengrade! Hier ist ja bekanntlich Sommer und an den ganz warmen Tagen uebersteigt das Thermometer dann auch mal locker die 30-Grad-Marke. Und da die Vorhersagen (denen man hier allerdings so gut wie nie trauen kann) genau solch ein Traumwetter ankuendigten, haben wir uns zu einer sportlichen Unternehmung der besonderen Art am letzten Wochenende vor Weihnachten entschlossen: einer Fahrradtour mit Strandbesuch!
Am fruehen Morgen haben wir uns also mitsamt unserer Drahtesel in den Zug geschwungen und sind gut eine Stunde an den suedlichen Stadtrand von Sydney nach Cronulla gefahren. Dieser Stadtteil war vor etwa 2 Jahren sogar international in den Schlagzeilen, da es dort zu unerwarteten Ausschreitungen zwischen Jugendlichen verschiedener Bevoelkerungsgrupen kam. Damit hatte man im toleranten Australien nicht gerechnet. Und so wird bis heute immer wieder darueber diskutiert, wie es dazu kommen konnte und wie man gleichartigen Vorfaellen in Zukunft vorbeugen kann. Man hat das jetzt ganz gut im Griff und wir fanden auch keinerlei Anzeichen einer angespannten Stimmung vor.
Am fruehen Morgen haben wir uns also mitsamt unserer Drahtesel in den Zug geschwungen und sind gut eine Stunde an den suedlichen Stadtrand von Sydney nach Cronulla gefahren. Dieser Stadtteil war vor etwa 2 Jahren sogar international in den Schlagzeilen, da es dort zu unerwarteten Ausschreitungen zwischen Jugendlichen verschiedener Bevoelkerungsgrupen kam. Damit hatte man im toleranten Australien nicht gerechnet. Und so wird bis heute immer wieder darueber diskutiert, wie es dazu kommen konnte und wie man gleichartigen Vorfaellen in Zukunft vorbeugen kann. Man hat das jetzt ganz gut im Griff und wir fanden auch keinerlei Anzeichen einer angespannten Stimmung vor.
Das einzige, was wir am eigenen Leib erfahren konnten, war die Freundlichkeit der Einheimischen. Als wir die kleine Faehre besteigen wollten, die uns in den Nationalpark uebersetzen sollte, stellten wir fest dass unser mitgebrachtes Bargeld nur noch fuer unsere beiden Tickets ausreichend war, nicht aber fuer die unserer Fahrraeder. Auf unsere Nachfrage hin wurde uns bedeutet, einfach an Bord zu gehen und spaeter beim bezahlen wuenschte uns der zustaendige Aussie nur "Merry X-mas" und wollte uns for free mitnehmen. Wir haben dann das kleine Misverstaendnis aufgeklaert und wenigstens unsere Tickets bezahlt - aber nett zu wissen, dass die da so entspannt sind.
Die halbstuendige Fahrt durch Port Hacking mit der Faehre von Cronulla nach Bundeena im Royal National Park war wirklich traumhaft. Vorbei an suendhaft teuren Villen und romantischen Waeldern im hellsten Sonnenschein zeigte sich die ganze Schoenheit der Umgebung von Sydney. Eine Stadt am Wasser ist einfach toll!
In Bundeena haben wir uns dann auf der Karte ein wenig orientiert um schliesslich direkt erstmal in die falsche Richtung loszuradeln. Nach einer kleinen Irrfahrt durchs Dorf sind wir aber von der Tourist-Information doch noch auf die einzige Ausfallstrasse aus dem Ort gewiesen worden und so starteten wir gegen 12 Uhr mit viel Elan in unsere kleine Tour ... allerdings verflog dieser wieder recht schnell, nachdem es direkt am Ortsausgangsschild fast senkrecht (ich uebertreibe, ich weiss - aber es war schon steil) nach oben ging. Aber nachdem man einmal die richtige Hoehe erreicht hatte, ging es die naechsten 15 km gar nicht mehr so schwer voran.
Der Royal National Park ist der aelteste Nationalpark der Welt. 1879 gegruendet findet man dort beeindruckende Cliffs, versteckte Straende, dicht bewachsene Regenwaelder, aber auch verschiedene seltene Vogelarten und wohl auch jede Menge Kaenguruhs (auch wenn wir diesmal keine getroffen haben). Und in den Eucalyptusbaeumen wird sich eventuell auch der ein oder andere Koala versteckt halten ...
Auf halber Strecke haben wir uns dann zu einem Zwischenstopp am Garie Beach entschlossen. Zwischendurch konnten wir schon immer wieder die herrliche Aussicht auf das Meer und ins Hinterland geniessen - was nun bedeutete, dass man 2.8km direkt bergab zum Strand steuern musste (was nicht so schwer war, wenn man noch nicht an die Rueckfahrt dachte). Am Strand haben wir uns den Parkplatz mit ein paar Autos geteilt und uns dann ein sonniges Plaetzchen (Schatten gab es keinen) gesucht. Viel los war nicht - aber die DHL-Rettungsschwimmer waren wie an fast jedem Strand Australiens zahlreich anwesend. Die Wellen waren aber auch beeindruckend hoch - tja, offene Pazifikkueste! Ein paar hundert Meter den Strand entlang vom Parkplatz entfernt liegt sogar ein Backpacker-Hostel (kein Strom, kein food - nur 12 Schlafgelegenheiten), das hauptsaechlich fuer Wanderer auf dem Coastal Walk gedacht ist. Dieser fuehrt rund 30 km entlang der Kueste durch den National Park. Muss sehr schoen sein und bei Gelegenheit werden wir uns dem vielleicht auch noch einmal widmen.
Aber fuer Wandern hatten wir keine Zeit, denn es lagen noch ein paar Kilometer vor uns. Und so trieb es uns nach einer Stunde Picknicken und Sonnenbaden (es war kaum auszuhalten, so heiss war es) wieder auf unsere Saettel und zurueck auf die Strassen des Nationalparks. Frisch gestaerkt meisterten wir dann auch den Aufstieg zur Hauptstrasse mit Bravour und konnten den letzten Teil unserer Tour gemuetlich hinter uns bringen. Kurz vor dem Ziel in Waterfall konnten wir dann auch noch ein gleichnamiges Exemplar bestaunen, allerdings ist im Sommer die Durchflussmenge an Wasser doch geringer als in den Wintermonaten.
Trotz ein paar stoerender Autos war es alles in allem eine sehr schoene Fahrt die Lust auf mehr gemacht hat. Es gibt im Royal NP noch andere Routen, die es unbedingt auszuprobieren gilt - und viel zu sehen gibt es sowieso. Und auch anderswo wird man uns mit unseren Raedern noch finden koennen ...
Die halbstuendige Fahrt durch Port Hacking mit der Faehre von Cronulla nach Bundeena im Royal National Park war wirklich traumhaft. Vorbei an suendhaft teuren Villen und romantischen Waeldern im hellsten Sonnenschein zeigte sich die ganze Schoenheit der Umgebung von Sydney. Eine Stadt am Wasser ist einfach toll!
In Bundeena haben wir uns dann auf der Karte ein wenig orientiert um schliesslich direkt erstmal in die falsche Richtung loszuradeln. Nach einer kleinen Irrfahrt durchs Dorf sind wir aber von der Tourist-Information doch noch auf die einzige Ausfallstrasse aus dem Ort gewiesen worden und so starteten wir gegen 12 Uhr mit viel Elan in unsere kleine Tour ... allerdings verflog dieser wieder recht schnell, nachdem es direkt am Ortsausgangsschild fast senkrecht (ich uebertreibe, ich weiss - aber es war schon steil) nach oben ging. Aber nachdem man einmal die richtige Hoehe erreicht hatte, ging es die naechsten 15 km gar nicht mehr so schwer voran.
Der Royal National Park ist der aelteste Nationalpark der Welt. 1879 gegruendet findet man dort beeindruckende Cliffs, versteckte Straende, dicht bewachsene Regenwaelder, aber auch verschiedene seltene Vogelarten und wohl auch jede Menge Kaenguruhs (auch wenn wir diesmal keine getroffen haben). Und in den Eucalyptusbaeumen wird sich eventuell auch der ein oder andere Koala versteckt halten ...
Auf halber Strecke haben wir uns dann zu einem Zwischenstopp am Garie Beach entschlossen. Zwischendurch konnten wir schon immer wieder die herrliche Aussicht auf das Meer und ins Hinterland geniessen - was nun bedeutete, dass man 2.8km direkt bergab zum Strand steuern musste (was nicht so schwer war, wenn man noch nicht an die Rueckfahrt dachte). Am Strand haben wir uns den Parkplatz mit ein paar Autos geteilt und uns dann ein sonniges Plaetzchen (Schatten gab es keinen) gesucht. Viel los war nicht - aber die DHL-Rettungsschwimmer waren wie an fast jedem Strand Australiens zahlreich anwesend. Die Wellen waren aber auch beeindruckend hoch - tja, offene Pazifikkueste! Ein paar hundert Meter den Strand entlang vom Parkplatz entfernt liegt sogar ein Backpacker-Hostel (kein Strom, kein food - nur 12 Schlafgelegenheiten), das hauptsaechlich fuer Wanderer auf dem Coastal Walk gedacht ist. Dieser fuehrt rund 30 km entlang der Kueste durch den National Park. Muss sehr schoen sein und bei Gelegenheit werden wir uns dem vielleicht auch noch einmal widmen.
Aber fuer Wandern hatten wir keine Zeit, denn es lagen noch ein paar Kilometer vor uns. Und so trieb es uns nach einer Stunde Picknicken und Sonnenbaden (es war kaum auszuhalten, so heiss war es) wieder auf unsere Saettel und zurueck auf die Strassen des Nationalparks. Frisch gestaerkt meisterten wir dann auch den Aufstieg zur Hauptstrasse mit Bravour und konnten den letzten Teil unserer Tour gemuetlich hinter uns bringen. Kurz vor dem Ziel in Waterfall konnten wir dann auch noch ein gleichnamiges Exemplar bestaunen, allerdings ist im Sommer die Durchflussmenge an Wasser doch geringer als in den Wintermonaten.
Trotz ein paar stoerender Autos war es alles in allem eine sehr schoene Fahrt die Lust auf mehr gemacht hat. Es gibt im Royal NP noch andere Routen, die es unbedingt auszuprobieren gilt - und viel zu sehen gibt es sowieso. Und auch anderswo wird man uns mit unseren Raedern noch finden koennen ...


















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