Am Montag früh dampfte die Erde noch vom Gewitter der Nacht und wir hatten das Glück, mit Sonne im Freien ein Panorama frühstücken zu können. Freche Raben oder ähnliche Vögel stellten Versuche an, uns unser Essen zu klauen. Ansonsten war die Gegend wieder menschenleer. Ein verschlungener Pfad führte vom hoch gelegenen Campingplatz durch ein Stück Regenwald direkt zum Strand von Nambucca.


Susi, Tanja, Tini, Ursi,... erinnert ihr euch noch an die Wild Coast in Südafrika? Verblüffende Ähnlichkeit! Fehlen nur die türkis farbenen Rundhütten und Ziegenherden auf den Hügeln.


Obwohl viele der überquerten Flüsse nach den Regenfällen der letzten Wochen reichlich Wasser führten, war der Nambucca River eher ein Rinnsal zum Meer.


Von der tollen Pflanzenwelt fang ich besser gar nicht erst an zu schwärmen.

Bastis Morgensport bestand darin, einen großen Holzknüppel fast rhythmisch über den Sand zu schwingen. Ach, nein!...

... Er hat euch eine Botschaft hinterlassen.


Könnt ihr sie lesen?



Vorschläge werden per Email entgegengenommen. Der Gewinner bekommt eine Einladung zum Eisessen im Darling Harbour :-)
Etwas geschäftiger wurde die Einkaufsstraße am Montag vormittag. Es leben also doch ein paar Menschen da. Diese Bushaltestelle - ja, das sind alles Sitzgelegenheiten - wurde von örtlichen Künstlern aus Fundsachen gestaltet. Man sagt, Nambucca habe noch verhältnismäßig große Aboriginee-Gemeinschaften. Leider haben wir davon nicht viel bemerkt.






Für den Montag hatten wir uns einen Abstecher in die Berge rausgesucht. Auf dem Waterfall Way kann man nicht nur grandiose Aussichten durch mehrere Nationalparks genießen, sondern v. a. einige Aussichtspunkte für Wasserfälle ansteuern. Daneben gibt es zahlreiche Wanderrouten von einem Wasserfall zum andern. Nunja, bei gutem Wetter und mit einem Allrad-Antrieb sicher fantastisch. Für uns wurde es leider zu nass, so dass wir nur etwa 1 Stunde landeinwärts fuhren und einem kleinen Wasserfall, dem Dangar Fall, unsern neugierigen Besuch abstatteten. Die kleine Stadt Bellingen, durch die wir kamen (leider kein Foto), war extrem malerisch - alles noch im Kolonialstil erhalten.

Holz, genauer Timber, wird immer noch in dieser Gegend und v.a. auch weiter nördlich in Queensland abgebaut. Das kostbare Holz und die große Nachfrage dafür waren einst der Grund, weswegen 80 % des Regenwaldes von New South Wales mit Ankunft der ersten Siedler aus Europa abgebaut wurden. Heute ist man sich des Wertes von Regenwald sehr bewusst, nur lässt sich dieser leider nicht künstlich herstellen, geschweige denn schnell wieder aufforsten. Und viel Farmland, das man nach der Rodung gewann, hat sich über die Jahrzehnte als immer weniger fruchtbar, machmal ganz unfruchtbar erwiesen. Das ist die traurige Geschichte über die Misswirtschaft, die viele Generationen von Menschen an der Ostküste Australiens betrieben haben: aus Unwissen, aber auch aus Profitgier. Das Problem der Trockenheit dieses Kontinents dürfte durch menschliches Verhalten genährt worden sein.






Zurück auf dem Pacific Highway lachte auch die Sonner wieder. Wir fuhren also weiter an der Küste entlang, um Coffs Harbour zu besuchen.

Die Beton- Big Banana gilt als Touristen-Highlight in Coffs Harbour - uns reichte ein Foto im Vorbeifahren. Ein früherer Gouverneur hatte versucht, aus der Gegend eine große Bananen-Republik zu machen, so findet man dort auch einige Bananenplantagen.

In Woolgoolga am Highway leben besonders viele Sikh-Menschen, deren großer Tempel den Eingang der Stadt markiert.

Schöne, aber auch baufällige Holzkirchen, v. a. Anglikanische Kirchen, findet man überall im Land.

Und die Big Prawn gilt wiederum als Touristenattraktion in Ballina. Nunja, wenn man sonst kaum historische Sehenswürdigkeiten hat ...

Ballina ist eine weitere Kleinstadt, die erst im Sommer richtig aufblüht. Der Stadtcharakter ist aber zu suchen. So hat man definitiv im Urlaub keinen Stau oder großen Stadtverkehr zu befürchten, was unsere Reise zusätzlich sehr entspannt hat.

Zwischen Ballina und Byron Bay, DEM Urlaubsort südlich von Brisbane, haben wir unser Nachtlager auf einem Campingplatz gefunden, der schon gut von Familien mit viiiielen Kindern besucht war. Eine Gruppe von Aborigine-Kindern machte dort ebenfalls ihr Zeltlager.
Nachdem uns der erste Gewitterschauer überrascht hatte, zog ich vom Zelt ins Auto um, während Basti im trockenen Teil des Zeltes schlief. Seither hegen wir den Wunsch, uns ein besseres Zelt zu kaufen. Aber mal sehn, wann der nächste Urlaub dieser Art ansteht.
Nachdem uns der erste Gewitterschauer überrascht hatte, zog ich vom Zelt ins Auto um, während Basti im trockenen Teil des Zeltes schlief. Seither hegen wir den Wunsch, uns ein besseres Zelt zu kaufen. Aber mal sehn, wann der nächste Urlaub dieser Art ansteht.




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